Stolz auf die erste eigene CD
Die jamtruck-Band „New Faces“ aus Essen-Kray präsentiert ihren ersten Erfolg
Pressemitteilung vom 26.01.2010„Der verdiente Erfolg, die eigene CD, ist eine wertvolle Erfahrung für das Selbstwertgefühl der Jugendlichen“, so Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator.
Alina, Benjamin, Christian und Loreen von den „New Faces“ sind zwischen 10 und 13 Jahre alt und wohnen in Essen-Kray, ganz in der Nähe des Julius-Leber-Hauses der AWO, wo der jamtruck jeden Dienstag Station macht. Seit August 2009 proben sie als Band mit Unterstützung der Musikpädagogen Ralf Chmarowski und Thomas Victor von der Folkwang Musikschule. Die vier Kids haben vorher noch nie ein Instrument gespielt und sind stolz, auf das, was sie sich bei nur einer Stunde Coaching pro Woche in einem halben Jahr an Gitarre, Bass, Keyboard und Schlagzeug erarbeitet haben. Ihr Stück heißt „Bum-Bum Clap“, eine Mischung aus Rapgesang und Rock. „Es geht ums Party machen“, meint die Band, „darum, dass wir Teil unseres Ghettos sind, einfach dazu gehören“.
Jürgen Zips-Zimmermann, Pädagoge im Julius-Leber-Haus, ist nicht nur beeindruckt von der professionellen Ausstattung und vom Graffiti-Style des jamtrucks. Überzeugt ist er vor allem vom Konzept: „Jede Woche waren kleine Fortschritte zu hören. Der jamtruck findet einen Zugang zu den Kids, das Projekt hat mit der Musik das richtige Mittel und ein spannendes Ziel – nämlich die erste eigene CD“. Musik und Text, Einspielung und Covergestaltung – alles haben die Jugendlichen mit professioneller Hilfe innerhalb von sechs Monaten selbst geschaffen.
Der jamtruck, ein LKW mit Bandproberaum, Instrumenten und Tonstudio, fährt an jedem Werktag in einen anderen Essener Stadtteil und hält an Schulen und Jugendeinrichtungen. Sein Slogan: „Macht eure Musik“. Der jamtruck möchte musikalisch bisher unerfahrene Jugendliche begeistern und ihnen die Möglichkeit geben, im Team etwas Kreatives und Konstruktives zu schaffen. Ziel ist es, das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl der jungen Leute zu steigern und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen.
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